Die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der politischen Justiz der DDR
Die „Gefängnislandschaft“ der DDR wurde von weithin bekannten und gleichermaßen berüchtigten Orten geprägt: Bautzen, Brandenburg, Cottbus, aber auch Hoheneck und Berlin-Hohenschönhausen.
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Kritiker hinter Gittern
Aber das war längst nicht alles: Das System politischer Haft lag über der DDR wie ein ausgebreitetes Netz. In jeder ehemaligen Bezirksstadt gibt es ein oder mehrere Gefängnisse, mit dem Schicksale ehemals politischer Gefangener verbunden sind. Besonders in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre existierten auch in vielen Kreisdienststellen des MfS Haftzellen oder kleinere Gefängnisse. Unterschiedslos handelt es sich hier um Leidensorte, die bis heute in den Lebensgeschichten unzähliger Menschen fortwirken.
Die Anzahl der Gefängnisse und der ehemaligen politischen Gefangenen spiegelt das Ausmaß tatsächlichen Widerstands und einfacher Zivilcourage wider, die der SED-Diktatur entgegengesetzt wurden.